Freundschaft & Zusammenhalt, Selbstbewusstsein & Unabhängigkeit

Das verborgene Laboratorium

Beschreibung
Geschichte
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Die sechzehnjährige Jeanette entdeckt im Haus ihres verstorbenen Großvaters ein geheimes Labor voller magischer Erfindungen. Zusammen mit ihrer Großmutter Gaby und dem zurückgekehrten Großvater Volkmar nutzt sie ihre neu entdeckten Fähigkeiten, um das Dorf vor dem machthungrigen Egbert zu schützen und das Leben der Dorfbewohner zu verbessern.
von Traumfaenger.de

In der stillen Abenddämmerung des verschlafenen Dorfes Eichental stand Jeanette vor dem alten, verwitterten Haus ihres verstorbenen Großvaters Volkmar. Die sechzehnjährige hatte langes, kastanienbraunes Haar und kluge, grüne Augen, die neugierig über das überwucherte Grundstück schweiften. Ein kühler Windhauch ließ die Blätter der mächtigen Eiche im Vorgarten rascheln, als ob sie Jeanette willkommen heißen wollten.

Mit zitternden Händen drehte sie den rostigen Schlüssel im Schloss der Haustür. Das Quietschen der Angeln hallte durch die verlassenen Räume. Staub wirbelte auf, als Jeanette vorsichtig eintrat. Der modrige Geruch von altem Holz und vergilbten Büchern erfüllte die Luft.

„Oma Gaby?“, rief Jeanette leise. Ihre Großmutter wohnte noch hier, war aber für einige Tage verreist. „Ich bin’s, Jeanette!“

Keine Antwort. Nur das Knarren der Dielen unter ihren Füßen durchbrach die Stille. Jeanette durchstreifte die vertrauten Zimmer, bis ihr Blick auf ein altes Bücherregal fiel. Etwas glitzerte zwischen den staubigen Wälzern. Neugierig griff sie danach.

„Ein Schlüssel!“, flüsterte sie aufgeregt. Er war kunstvoll verziert, mit seltsamen Symbolen übersät. Jeanette drehte ihn in ihren Händen, als plötzlich ein leises Klicken ertönte. Zu ihrer Überraschung schwang das Bücherregal zur Seite und gab den Blick auf einen verborgenen Gang frei.

Mit klopfendem Herzen betrat Jeanette den dunklen Korridor. Ihre Fingerspitzen streiften die kühlen Steinwände, während sie tiefer in das Geheimnis ihres Großvaters vordrang. Am Ende des Ganges öffnete sich eine massive Holztür.

Jeanettes Atem stockte, als sie das verborgene Laboratorium betrat. Überall standen merkwürdige Apparaturen, blinkende Lichter und surrende Maschinen. An den Wänden hingen Blaupausen und Zeichnungen fantastischer Erfindungen. In der Mitte des Raumes thronte ein gewaltiger Apparat, der leise vor sich hin summte.

„Das ist ja unglaublich!“, murmelte Jeanette ehrfürchtig. Sie nahm ein verstaubtes Notizbuch vom Tisch und blätterte darin. Die Handschrift ihres Großvaters beschrieb Dinge, die sie kaum fassen konnte: Maschinen, die das Wetter kontrollieren, Geräte zur Gedankenübertragung und Apparate, die Gegenstände schweben ließen.

Fasziniert vertiefte sich Jeanette in die Aufzeichnungen. Die Stunden vergingen wie im Flug, während sie Pläne studierte und an kleinen Experimenten herumbastelte. Plötzlich geschah etwas Seltsames: Als sie eine Schraube festziehen wollte, begann der Schraubenzieher in ihrer Hand zu leuchten. Er schwebte für einen kurzen Moment in der Luft, bevor er klirrend zu Boden fiel.

Jeanette starrte ungläubig auf ihre Hände. Hatte sie das gerade wirklich erlebt? War das… Magie? Ihr Herz raste vor Aufregung. Sie musste unbedingt herausfinden, was hier vor sich ging.

Mit zitternden Fingern griff sie nach dem nächsten Werkzeug. „Komm schon“, flüsterte sie konzentriert. „Zeig mir, was du kannst!“

„Jeanette? Bist du da unten?“, ertönte plötzlich eine vertraute Stimme von oben. Ihre Großmutter war zurückgekehrt.

„Oma Gaby! Du glaubst nicht, was ich entdeckt habe!“

„Ich komme gleich, Oma!“, rief Jeanette hastig zurück. Sie warf einen letzten Blick auf das schwebende Werkzeug und eilte dann die Treppe hinauf.

Gaby stand in der Küche und packte gerade ihre Reisetasche aus. „Schön, dass du da bist, Liebes. Ich bin früher zurückgekommen, weil-“ Sie stockte, als sie Jeanettes aufgeregtes Gesicht sah. „Ist alles in Ordnung?“

„Oma, du wirst nicht glauben, was ich entdeckt habe!“, sprudelte es aus Jeanette heraus. „Opas geheimes Labor im Keller! Es ist voller unglaublicher Erfindungen!“

Gabys Augen weiteten sich. „Oh je“, murmelte sie. „Ich hatte gehofft, du würdest das nicht so schnell herausfinden.“

„Du wusstest davon?“, fragte Jeanette ungläubig.

Gaby seufzte. „Natürlich. Dein Großvater und ich haben jahrelang daran gearbeitet. Aber seine Erfindungen… sie sind gefährlich, Jeanette. Zu mächtig für diese Welt.“

„Aber Oma, stell dir vor, was wir damit alles Gutes tun könnten!“, protestierte Jeanette. „Wir könnten Krankheiten heilen, Hunger bekämpfen-“

Ein lautes Klopfen an der Haustür unterbrach sie. Gaby erbleichte. „Oh nein, er ist hier.“

„Wer?“, fragte Jeanette verwirrt.

Die Tür flog auf und ein hochgewachsener Mann mit grauem Haar und durchdringendem Blick trat ein. „Guten Abend, Gaby“, sagte er mit öliger Stimme. „Ich hoffe, ich störe nicht.“

„Egbert“, erwiderte Gaby kühl. „Was willst du hier?“

Egberts Augen wanderten zu Jeanette. „Ah, das muss deine Enkelin sein. Wie… interessant.“ Er lächelte, doch es erreichte seine Augen nicht.

Jeanette spürte, wie sich ihre Nackenhaare aufstellten. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht.

„Ich bin gekommen, um das zu holen, was mir zusteht“, fuhr Egbert fort. „Volkmars Erfindungen. Sie gehören rechtmäßig mir.“

„Das stimmt nicht!“, rief Jeanette empört. „Opa hat sie erfunden, nicht du!“

Egbert lachte humorlos. „Oh, süßes Kind. Du hast keine Ahnung, wovon du sprichst. Diese Maschinen bergen Kräfte, die du dir nicht einmal vorstellen kannst.“

„Verschwinde, Egbert“, zischte Gaby. „Du hast hier nichts verloren.“

Doch Egbert machte keine Anstalten zu gehen. Stattdessen trat er näher, seine Augen funkelten gefährlich. „Ich werde nicht ohne die Erfindungen gehen. Und wenn ich sie mir mit Gewalt holen muss.“

Jeanette handelte instinktiv. Sie griff nach dem erstbesten Gegenstand – einer Blumenvase – und konzentrierte sich mit aller Kraft. Zu ihrer eigenen Überraschung begann die Vase tatsächlich zu schweben.

Egberts Augen weiteten sich ungläubig. „Wie machst du das?“

„Bleib weg von uns!“, rief Jeanette und schleuderte die Vase in seine Richtung. Egbert duckte sich gerade noch rechtzeitig.

„Du hast keine Ahnung, mit wem du dich anlegst, Mädchen“, knurrte er. „Ich komme wieder. Und dann werdet ihr mir geben, was ich will.“

Mit diesen Worten stürmte er aus dem Haus. Jeanette und Gaby starrten sich atemlos an.

„Was… was war das gerade?“, flüsterte Jeanette.

Gaby seufzte schwer. „Das, meine Liebe, war der Beginn von etwas sehr Gefährlichem. Komm, wir müssen reden. Es wird Zeit, dass du die ganze Geschichte erfährst.“

„Welche Geschichte, Oma? Was verheimlicht ihr mir noch alles?“
„Gaby seufzte und setzte sich an den Küchentisch. „Es begann alles vor vielen Jahren, als dein Großvater und ich noch jung waren. Volkmar war schon immer ein brillanter Erfinder, aber seine Ideen… sie waren ihrer Zeit weit voraus.“

Jeanette ließ sich auf einen Stuhl gegenüber ihrer Großmutter fallen. „Aber warum habt ihr mir nie davon erzählt?“

„Wir wollten dich schützen, Liebes“, erklärte Gaby sanft. „Diese Erfindungen sind nicht nur mächtig, sondern auch gefährlich in den falschen Händen. Und Egbert… er war schon immer besessen davon, sie für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen.“

„Wer ist dieser Egbert überhaupt?“, fragte Jeanette stirnrunzelnd.

„Ein ehemaliger Kollege deines Großvaters. Sie arbeiteten jahrelang zusammen, bis Egbert versuchte, Volkmars Erfindungen zu stehlen und für sich zu beanspruchen. Seitdem verfolgt er uns.“

Jeanette schüttelte ungläubig den Kopf. „Das klingt alles so unglaublich. Aber Oma, ich habe die Maschinen gesehen. Sie funktionieren! Und ich… ich konnte sie sogar steuern.“

Gabys Augen weiteten sich überrascht. „Du konntest sie kontrollieren? Das ist erstaunlich, Jeanette. Volkmar hatte immer gehofft, dass sein Talent weitervererbt werden würde.“

„Aber wie funktioniert das alles?“, drängte Jeanette. „Wie kann ich Dinge schweben lassen?“

Gaby lächelte geheimnisvoll. „Es ist eine besondere Gabe, die nur wenige Menschen besitzen. Eine Art… Gedankenkraft, wenn du so willst. Dein Großvater nannte es ‚Psychokinese‘. Er baute die Maschinen so, dass sie auf diese Kraft reagieren.“

Jeanette war fasziniert. „Und du, Oma? Kannst du es auch?“

„Nicht so stark wie du, meine Liebe. Aber ja, ich habe deinem Großvater oft bei seinen Experimenten geholfen.“

Plötzlich fiel Jeanette etwas ein. „Der Schlüssel! Im Labor hing ein seltsamer Schlüssel an der Wand. Was hat es damit auf sich?“

Gabys Miene wurde ernst. „Dieser Schlüssel ist der Zugang zu Volkmars wichtigster Erfindung. Eine Maschine, die die Welt verändern könnte – im Guten wie im Schlechten. Deshalb müssen wir sie vor Egbert beschützen.“

„Aber können wir die Erfindungen nicht nutzen, um Gutes zu tun?“, fragte Jeanette eifrig. „Dem Dorf zu helfen?“

Gaby zögerte. „Es wäre riskant. Aber vielleicht… vielleicht ist es an der Zeit, die Dinge zu ändern. Mit deinen Fähigkeiten könnten wir es wagen.“

Jeanette sprang auf, ihre Augen leuchteten vor Aufregung. „Lass es uns versuchen, Oma! Wir können vorsichtig sein und klein anfangen.“

Ein Lächeln huschte über Gabys Gesicht. „Du erinnerst mich so sehr an deinen Großvater. Also gut, wir werden es versuchen. Aber sei auf der Hut, Jeanette. Egbert wird nicht aufgeben.“

„Wir werden bereit sein“, erwiderte Jeanette entschlossen. „Zusammen können wir ihn aufhalten und Opas Vermächtnis für etwas Gutes einsetzen.“

Gaby nickte anerkennend. „Du hast Recht. Es wird Zeit, dass wir uns Egbert stellen. Aber zuerst musst du lernen, deine Kräfte zu kontrollieren. Bist du bereit für dein erstes richtiges Training?“
„Natürlich bin ich bereit, Oma!“, rief Jeanette begeistert. „Wo fangen wir an?“

Gaby erhob sich langsam vom Küchentisch. „Folge mir in den Garten. Dort haben wir mehr Platz und weniger zerbrechliche Gegenstände in der Nähe.“

Die beiden Frauen traten hinaus in den sonnendurchfluteten Garten. Jeanette spürte die warme Erde unter ihren Füßen und atmete tief die frische Luft ein. Gaby führte sie zu einer kleinen Lichtung zwischen den Obstbäumen.

„Schließe deine Augen und konzentriere dich auf deine Umgebung“, wies Gaby sie sanft an. „Spüre die Energie, die dich umgibt.“

Jeanette gehorchte und schloss die Augen. Zunächst nahm sie nur das Zwitschern der Vögel und das leise Rascheln der Blätter wahr. Doch dann, ganz allmählich, begann sie etwas anderes zu fühlen – eine Art Kribbeln in ihren Fingerspitzen, das sich langsam in ihrem ganzen Körper ausbreitete.

„Ich spüre etwas“, flüsterte sie aufgeregt.

„Sehr gut“, lobte Gaby. „Jetzt öffne langsam deine Augen und konzentriere dich auf den Apfel dort drüben.“

Jeanette blickte zu dem roten Apfel, der am untersten Ast eines nahen Baumes hing. Sie fokussierte all ihre Aufmerksamkeit darauf und stellte sich vor, wie er sich bewegte. Zu ihrer Überraschung begann der Apfel tatsächlich leicht zu zittern.

„Das ist unglaublich!“, keuchte sie.

„Konzentriere dich weiter“, ermutigte Gaby sie. „Stell dir vor, wie der Apfel sich vom Ast löst.“

Jeanette biss die Zähne zusammen und verstärkte ihre Konzentration. Der Apfel bebte stärker, dann löste er sich plötzlich vom Zweig und schwebte zitternd in der Luft.

„Ich hab’s geschafft!“, jubelte Jeanette.

In diesem Moment verlor sie die Kontrolle, und der Apfel fiel zu Boden. Gaby lächelte stolz. „Das war ein hervorragender Anfang, meine Liebe. Mit der Zeit wirst du immer besser werden.“

Sie übten den ganzen Nachmittag, und Jeanette machte rasche Fortschritte. Als die Sonne unterging, konnte sie bereits mehrere Äpfel gleichzeitig schweben lassen.

„Es ist Zeit, ins Labor zurückzukehren“, sagte Gaby schließlich. „Du bist bereit, die letzte Maschine zu aktivieren.“

Im Labor angekommen, trat Jeanette vor die imposanteste der Maschinen. Sie war größer als die anderen und mit komplexen Schaltkreisen und blinkenden Lichtern übersät. Jeanette legte ihre Hände auf die Kontrollfläche und konzentrierte sich mit aller Kraft.

Die Maschine erwachte surrend zum Leben. Lichter flackerten, und ein leises Summen erfüllte den Raum. Plötzlich bildete sich vor ihnen ein schimmerndes Portal aus reiner Energie.

„Was zum…“, keuchte Jeanette.

Aus dem Portal trat eine Gestalt – ein älterer Mann mit wildem grauem Haar und funkelnden Augen. Jeanette erkannte ihn sofort von den Fotos.

„Opa?“, flüsterte sie ungläubig.

Volkmar lächelte warm. „Hallo, meine liebe Enkelin. Es wird Zeit, dass ich dir die Wahrheit über meine Erfindungen erzähle.“

Er erklärte, dass die Maschinen nicht nur dazu dienten, das Dorf zu verbessern, sondern es auch vor einer uralten magischen Bedrohung zu schützen, die seit Jahrhunderten schlummerte.

„Zusammen können wir das volle Potenzial der Maschinen entfalten und unser Zuhause beschützen“, sagte Volkmar.

In den folgenden Wochen arbeiteten Jeanette, Volkmar und Gaby unermüdlich daran, die Maschinen zu perfektionieren und ihre Kräfte zu stärken. Als Egbert schließlich mit einer Armee von Handlangern angriff, waren sie bereit.

Der Kampf war episch. Jeanette nutzte ihre neu entdeckten Fähigkeiten, um Egberts Waffen zu neutralisieren, während Volkmar und Gaby die Maschinen bedienten, um ein Schutzschild um das Dorf zu errichten.

Am Ende stand Egbert besiegt und entwaffnet vor ihnen. „Es ist vorbei“, sagte Jeanette entschlossen. „Deine Gier und dein Machthunger enden hier.“

Mit vereinten Kräften verbannten sie Egbert durch das Portal in eine Dimension, aus der er nie zurückkehren konnte.

In den folgenden Jahren blühte das Dorf auf. Jeanette, nun eine Meisterin ihrer Fähigkeiten, nutzte die Erfindungen ihres Großvaters, um das Leben aller zu verbessern. Die einst verborgenen Maschinen wurden zu einem Symbol der Hoffnung und des Fortschritts.

Und so lebten Jeanette, Volkmar und Gaby in Frieden, wissend, dass sie gemeinsam jede Herausforderung meistern konnten. Das Vermächtnis der Familie war sicher und würde auch künftige Generationen inspirieren, Großes zu vollbringen.

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