Neugier & Erkundungsgeist, Selbstbewusstsein & Unabhängigkeit, Umweltschutz & Nachhaltigkeit, Verantwortung & Zuverlässigkeit

Das Geheimnis der alten Ruine

Beschreibung
Geschichte
Weitere Geschichten
Eine Gruppe von Freunden entdeckt während eines Sommerlager-Aufenthalts eine alte Ruine, die von einem Naturengel bewacht wird. Unter der Führung von Herrn Falkenstein lernen sie wertvolle Lektionen über den Schutz und die Wertschätzung der Natur.
von Traumfaenger.de

An einem strahlenden Sommermorgen, als die Sonne ihr goldenes Licht über den kleinen See am Rande des Ferienlagers ausschüttete, saßen Leander und seine Freunde, Mia, Jonas und Emilia, auf der hölzernen Anlegestelle und ließen ihre Beine im kühlen Wasser baumeln. Sie waren alle zwölf Jahre alt und kannten sich schon seit Jahren, da ihre Eltern sie jedes Jahr ins selbe Ferienlager schickten.

„Wisst ihr, was ich gehört habe?“, begann Leander, während er einen flachen Stein über das Wasser springen ließ. „Es soll hier in der Nähe eine alte Ruine geben, die von einem Engel bewacht wird.“

Seine Freunde sahen ihn neugierig an. Mia, das Mädchen mit den lockigen Haaren und der stets wachen Neugier, beugte sich vor. „Ein Engel? Hier? Das klingt wie aus einem Märchenbuch.“

„Ja, wirklich“, erwiderte Leander. „Herr Falkenstein, der Buchrestaurator, hat es mir erzählt. Er kennt sich mit all den alten Geschichten aus.“

Jonas, der für sein mutiges Herz bekannt war, sprang auf. „Na, dann lasst uns doch suchen gehen. Vielleicht finden wir den Engel oder zumindest die Ruine.“

Emilia, die stille Träumerin der Gruppe, nickte zustimmend, ihre Augen glänzten bei der Aussicht auf ein Abenteuer.

So machten sie sich, ausgestattet mit Rucksäcken, Wasserflaschen und einer alten Karte, die Herr Falkenstein ihnen gegeben hatte, auf den Weg durch den dichten Wald, der das Ferienlager umgab.

Nach einigen Stunden des Wanderns, des Überquerens kleiner Bäche und des Erklimmens von Hügeln, kamen sie an einem Ort an, der wie ein vergessenes Paradies wirkte. Inmitten einer Lichtung, umgeben von hohen Bäumen und wilden Blumen, standen die Überreste einer alten Ruine, deren Steine von Moos und Efeu überwuchert waren.

„Wow“, hauchte Mia. „Das muss es sein. Sieht aus, als hätte die Natur es ganz für sich beansprucht.“

Plötzlich hörten sie eine Stimme hinter sich. „Und genau das hat sie auch“, sagte Herr Falkenstein, der lautlos hinter ihnen aufgetaucht war. Er trug einen alten, abgenutzten Hut und ein Lächeln auf dem Gesicht. „Diese Ruine und alles um sie herum wird vom Engel der Natur beschützt.“

Die Kinder sahen sich überrascht an, dann sahen sie zu Herrn Falkenstein. „Was meinen Sie damit?“, fragte Leander.

„Kommt, ich zeige es euch“, sagte Herr Falkenstein und führte sie zu einem kleinen, verborgenen Pfad, der tiefer in die Ruine führte.

Während sie sich ihren Weg durch das dichte Grün bahnten, begann Herr Falkenstein zu erzählen. „Vor langer Zeit, als diese Ruine noch ein prächtiges Schloss war, lebten die Menschen hier in Harmonie mit der Natur. Doch dann vergaßen sie, wie wichtig es ist, sich um sie zu kümmern. Als das Schloss verfiel, nahm die Natur es wieder in ihren Schoß zurück. Sie wurde zum Engel, der diesen Ort beschützt.“

Die Kinder lauschten gebannt. Als sie das Innere der Ruine erreichten, sahen sie einen kleinen, klaren Teich, dessen Wasser im Sonnenlicht funkelte. Um den Teich herum wuchsen bunte Blumen und Kräuter, und in den Bäumen sangen die Vögel.

„Seht ihr?“, sagte Herr Falkenstein. „Die Natur hat ihre eigene Magie. Sie kann heilen und schützen, wenn wir sie lassen.“

Mia trat näher an den Teich heran und beugte sich über das Wasser. „Es ist, als könnte man die ganze Welt in diesem kleinen Teich sehen.“

„Und genau das solltet ihr auch“, sagte Herr Falkenstein sanft. „Die Natur um uns herum ist ein Spiegel unserer eigenen Welt. Wir müssen lernen, sie zu schätzen und zu schützen.“

Die Kinder saßen eine Weile in Stille da, beeindruckt von der Schönheit und Ruhe des Ortes. Dann wandte sich Jonas an Herrn Falkenstein. „Aber was ist mit Ihnen? Wie kommen Sie in die Geschichte?“

Herr Falkenstein seufzte, ein nostalgisches Lächeln auf den Lippen. „Ich war einst wie ihr, neugierig und voller Entdeckergeist. Eines Tages verirrte ich mich im Wald und fand diesen Ort. Die Natur hat mich gerettet, mich genährt und gelehrt. Seitdem betrachte ich mich als ihren Wächter, als jemanden, der anderen hilft, ihre Schönheit zu erkennen und zu bewahren.“

Die Kinder hörten ihm fasziniert zu. Sie verstanden jetzt, dass Herr Falkenstein nicht nur ein einfacher Buchrestaurator war, sondern jemand, der eine tiefe Verbindung zur Natur und zu diesem magischen Ort hatte.

Als die Sonne langsam unterging, machten sie sich gemeinsam auf den Rückweg zum Ferienlager. Unterwegs sprachen sie über das, was sie gesehen und gehört hatten, und darüber, wie sie selbst zu Beschützern der Natur werden könnten.

„Wir sollten anfangen, mehr auf unsere Umgebung zu achten“, sagte Emilia leise. „Und vielleicht können wir auch anderen Kindern von diesem Ort erzählen, damit sie die Natur genauso schätzen lernen wie wir.“

Leander nickte. „Ja, das sollten wir. Wir können kleine Wächter sein, genau wie Herr Falkenstein.“

Als sie das Ferienlager erreichten, war es bereits dunkel. Sie verabschiedeten sich von Herrn Falkenstein mit dem Versprechen, bald wiederzukommen und sich weiter um den Schutz der Natur zu bemühen.

In den folgenden Tagen erzählten sie anderen Kindern von ihrem Abenteuer und der Bedeutung des Schutzes der Natur. Sie organisierten kleine Ausflüge zur Ruine, führten Müllsammelaktionen durch und pflanzten Bäume.

Ihre Geschichte und ihr Einsatz inspirierten viele andere Kinder im Ferienlager, und bald wurde die Pflege der Natur zu einem gemeinsamen Anliegen. Sie hatten gelernt, dass jeder einzelne von ihnen, auf seine eigene Weise, ein Engel der Natur sein konnte.

Und so lebte der Geist des Abenteuers und der Erkundung weiter, während sie gemeinsam daran arbeiteten, die Welt um sich herum zu einem besseren Ort zu machen.

Neugier & Erkundungsgeist
Selbstbewusstsein & Unabhängigkeit
Umweltschutz & Nachhaltigkeit
Verantwortung & Zuverlässigkeit

Späte Grundschulzeit (10-12 Jahre)

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