Einfühlungsvermögen & Empathie, Fairness & Gerechtigkeit, Geduld & Ausdauer, Mut & Tapferkeit

Lukas und der weise Rabe Kroko

Beschreibung
Geschichte
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In Flimmerwald träumt der junge Lukas davon, Entdecker zu werden, doch sein Vater sieht seine Zukunft im Handwerk. Ein magischer Rabe, der Wünsche erfüllen kann, lehrt Lukas die Bedeutung von Verständnis und Gemeinsamkeit.
von Traumfaenger.de

In einem kleinen Dorf namens Flimmerwald, das von grünen Wäldern und sanften Hügeln umgeben war, lebte ein Junge namens Lukas. Er hatte braune Haare, leuchtende Augen und einen unermüdlichen Drang, die Welt zu entdecken. Sein Vater Fred hingegen, war ein bodenständiger Handwerker, der sich von morgens bis abends um das Familiengeschäft kümmerte. Zwischen den beiden herrschte oft dicke Luft, denn Lukas träumte davon, ein berühmter Entdecker zu werden, während sein Vater darauf bestand, dass Lukas das Handwerk übernahm.

Eines goldenen Nachmittags, als die Sonne über das Dorf schien und die Vögel fröhlich zwitscherten, saß Lukas mit einem alten Buch unter seinem Lieblingsbaum. Es war ein Buch, das er in der alten Dorfbibliothek gefunden hatte, voll mit Geschichten über ferne Länder und magische Wesen. Als er eine Seite umblätterte, blieb sein Blick an einer besonderen Geschichte hängen. Es war die Legende von einem magischen, sprechenden Raben namens Kroko, der in den nahen Bergen lebte und Wünsche erfüllen konnte.

„Das ist es!“, rief Lukas begeistert aus und schlug das Buch zu. „Wenn ich diesen Raben finde, kann ich mir wünschen, ein Entdecker zu werden!“

Lukas rannte nach Hause, packte seinen Rucksack und füllte ihn mit allem, was er für seine Reise brauchen könnte: ein paar Brote, einen Apfel, eine Flasche Wasser und sein Taschenmesser. Er wollte sich gerade zur Tür hinausschleichen, als sein Vater ihn rief.

„Lukas, wohin gehst du?“ fragte Fred mit ernstem Blick.

„Nur ein bisschen spazieren, Papa,“ antwortete Lukas schnell, in der Hoffnung, keinen Verdacht zu erregen.

„Ein Spaziergang ist gut, aber komm pünktlich zum Abendessen zurück,“ sagte Fred.

„Ja, ja, mach dir keine Sorgen,“ antwortete Lukas und verschwand eilig aus der Tür.

Er machte sich auf den Weg in die Berge, die sich im Norden des Dorfes erstreckten. Die Sonne schien warm auf seinem Gesicht, und Lukas spürte eine aufregende Mischung aus Nervosität und Vorfreude. Der Pfad führte ihn durch dichte Wälder und über kleine Bäche, und bald traf er auf die ersten Tiere.

Zuerst begegnete ihm ein Eichhörnchen, das neugierig auf einem Ast saß. „Hallo, wohin des Weges?“ fragte es mit einem schelmischen Grinsen.

„Ich suche den magischen Raben Kroko,“ erklärte Lukas. „Hast du von ihm gehört?“

„Natürlich,“ antwortete das Eichhörnchen. „Er lebt weit oben in den Bergen. Aber pass auf dich auf, der Weg ist voller Gefahren.“

„Danke für den Hinweis,“ sagte Lukas und setzte seinen Weg fort.

Als nächstes traf er auf eine weise Eule, die auf einem alten Baum saß. „Hallo, junger Abenteurer,“ sagte die Eule. „Was führt dich in diese Wälder?“

„Ich suche den Raben Kroko,“ erklärte Lukas erneut. „Kannst du mir den Weg zeigen?“

„Folge dem Fluss bis zum großen Felsen, dann biege nach links ab,“ riet die Eule. „Aber sei vorsichtig, die Berge sind tückisch.“

„Vielen Dank,“ sagte Lukas und ging weiter.

Er folgte dem Fluss, wie die Eule es ihm geraten hatte, und bald kam er an eine tiefe Schlucht. Die Brücke, die darüber führte, war alt und morsch. Lukas zögerte, aber dann hörte er eine kleine Stimme.

„Du schaffst das, Lukas,“ piepste eine schlaue Maus, die sich aus einem Loch im Felsen hervorgetraut hatte. „Gehe langsam und halte dich gut fest.“

„Danke, kleine Maus,“ sagte Lukas und überquerte die Brücke vorsichtig. Auf der anderen Seite angekommen, fühlte er sich erleichtert und dankbar für die Hilfe der Tiere.

Die Reise war anstrengend, aber Lukas erinnerte sich daran, was sein Vater ihm immer beigebracht hatte: „Geduld und Freundlichkeit sind der Schlüssel zu allem.“ Diese Worte halfen ihm, weiterzumachen, auch wenn der Weg steil und schwierig wurde.

Als er schließlich den Gipfel erreichte, war er erschöpft, aber entschlossen. Vor ihm stand ein großer Baum mit einem Nest auf einem der oberen Äste. Plötzlich hörte er eine tiefe, weise Stimme.

„Wer wagt es, meinen Frieden zu stören?“ fragte der Rabe Kroko und flog elegant zu Lukas hinunter.

„Ich bin Lukas,“ sagte der Junge mutig. „Ich habe gehört, dass du Wünsche erfüllen kannst. Ich möchte ein Entdecker werden.“

Kroko sah Lukas mit seinen weisen, schwarzen Augen an und sprach: „Dein Vater wird dich nie verstehen, wenn du ihm deinen Groll entgegenbringst. Nur durch Verzeihen kannst du das wahre Abenteuer erleben.“

Lukas dachte über die Worte des Raben nach. Er hatte seinen Vater oft als Hindernis gesehen, aber vielleicht hatte Kroko recht. Vielleicht musste er zuerst Frieden mit seinem Vater schließen, bevor er seinen Traum verfolgen konnte.

„Danke, Kroko,“ sagte Lukas schließlich. „Ich werde deinen Rat befolgen.“

Mit diesen Worten machte er sich auf den Weg zurück ins Dorf. Als er ankam, war es bereits Abend, und die Sonne tauchte den Himmel in ein warmes Orange. Lukas ging direkt zu seinem Vater und erzählte ihm alles von seiner Reise und den weisen Worten des Raben.

Fred, der anfangs wütend war, weil Lukas ohne ein Wort verschwunden war, zeigte sich schließlich beeindruckt von dem Mut und der Entschlossenheit seines Sohnes. „Ich wollte immer nur, dass du sicher und glücklich bist,“ gestand Fred. „Vielleicht habe ich dich zu sehr gedrängt, meinen Weg zu gehen.“

„Und ich habe nicht verstanden, wie sehr du dir Sorgen machst,“ sagte Lukas. „Vielleicht können wir gemeinsam neue Abenteuer erleben.“

Von da an arbeiteten Lukas und Fred zusammen an neuen Projekten. Sie bauten nicht nur an ihrem Handwerk, sondern unternahmen auch gemeinsame Erkundungstouren in die Umgebung, unterstützt von den Dorfbewohnern, die von Lukas‘ Abenteuer gehört hatten.

Eines Tages, während eines solchen Abenteuers, begegneten sie erneut dem Raben Kroko. Fred lächelte und klopfte dem Raben auf den Rücken. „Alter Freund,“ sagte er. „Danke, dass du meinem Sohn geholfen hast.“

Lukas staunte. „Du kennst Kroko?“

„Ja,“ antwortete Fred. „Er war immer ein guter Freund der Familie. Ich wusste, dass er dir helfen würde, die richtige Entscheidung zu treffen.“

Lukas lächelte und fühlte sich endlich verstanden. Er wusste, dass sein wahres Abenteuer gerade erst begonnen hatte, und dass er es nicht alleine bestehen musste. Gemeinsam mit seinem Vater und den Tieren des Waldes würde er viele weitere Geheimnisse lüften und Wunder erleben.

Einfühlungsvermögen & Empathie
Fairness & Gerechtigkeit
Geduld & Ausdauer
Mut & Tapferkeit

Mittlere Grundschulzeit (8-10 Jahre)

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