Spassfaktor
Nervenkitzel
Kuschelwert
Einfühlungsvermögen & Empathie, Freundschaft & Zusammenhalt, Inklusion & Akzeptanz, Mut & Tapferkeit

Freundschaften im Wald

Beschreibung
Geschichte
Weitere Geschichten
Begleite Timmi, den neugierigen kleinen Tiger, auf seiner abenteuerlichen Reise durch den Wald, wo er lernt, dass Mut und Freundlichkeit die besten Wege sind, neue Freunde zu finden. Eine herzerwärmende Geschichte über Akzeptanz und Freude am Entdecken.

Es war ein sonniger Frühlingsmorgen im Wald, als der kleine Tiger Timmi fröhlich gähnend sein Bett verließ. Timmi lebte zusammen mit seiner Tigermutter und seinem Tigervater in einer gemütlichen Höhle am Rande des großen grünen Waldes. Jeden Morgen wenn Timmi aufwachte, freute er sich auf einen aufregenden neuen Tag voller Abenteuer und Spaß.

An diesem besonderen Tag jedoch fühlte Timmi sich noch aufgeregter als sonst. „Heute will ich auf Entdeckungsreise gehen und neue Freunde finden!“, dachte er sich voller Vorfreude. Beim Frühstück erzählte er seinen Eltern von seinem Plan. „Seid vorsichtig und bleibt in der Nähe der Höhle“, ermahnte ihn seine Mutter liebevoll. „Genießt eure Abenteuer in vollen Zügen und habt eine fantastische Zeit!“, fügte sein Vater lächelnd hinzu.

Timmi verließ fröhlich pfeifend die Höhle und folgte dem schmalen Pfad, der zum Wald führte. Überall um ihn herum wuchsen hohe Bäume mit dichten, grünen Blättern und Büschen. Vögel zwitscherten in den Baumwipfeln und ein paar Eichhörnchen huschten emsig auf der Suche nach Nüssen und Samen umher.

„Halloooooo! Ist hier jemand?“, rief Timmi laut in den Wald hinein. Seine Stimme hallte zwischen den Bäumen wider, aber niemand antwortete ihm. Timmi war etwas verwundert. Normalerweise wimmelte es im Wald vor lauter Tieren. Wo waren bloß alle? „Komisch…“, dachte Timmi.

Plötzlich raschelte es im Gebüsch neben ihm. Timmi zuckte erschrocken zusammen und sein Herz pochte schneller. „Wer ist da?“, fragte er mit leiser, zitternder Stimme. Er spitzte seine Ohren und lugte vorsichtig durch das dichte Blattwerk des Busches. Doch er konnte nichts entdecken. Da raschelte es wieder, diesmal hinter ihm. Timmi wirbelte herum. „Ich sollte vorsichtig sein…“, sagte er leise zu sich selbst.

Langsam und bedächtig folgte er dem geheimnisvollen Rascheln. Es wurde immer lauter. Bald kam Timmi an eine Lichtung, wo mehrere Büsche und Sträucher wuchsen. Das Rascheln schien direkt aus dem größten Busch in der Mitte zu kommen! Timmi schlich sich ganz sachte an und spähte durch die Zweige. Plötzlich schoss etwas Kleines und Braunes aus dem Busch und landete direkt vor Timmies Pfoten.

„Ohhh, eine Maus!“, schrie Timmi erschrocken. Die kleine Waldmaus fiepte ängstlich und hetzte in ihr Mäusenest zurück. Von dort aus lugte sie vorsichtig hervor. „Tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken!“, sagte Timmi zu der Maus. „Ich bin Timmi und auf der Suche nach neuen Freunden.“ Die Maus betrachtete ihn misstrauisch. Timmi setzte sein freundlichstes Lächeln auf. „Wie heißt du?“, fragte er. Da traute sich die Maus heraus. „Ich bin Mia“, piepste sie mit ihrer feinen Stimme.

Timmi freute sich, dass die Maus nicht mehr vor ihm weglief. „Hallo Mia, schön dich kennenzulernen!“, sagte Timmi. „Kannst du mir sagen, wo hier alle Tiere sind? Ich habe heute noch kein einziges gesehen. Sonst wimmelt es hier von Eichhörnchen, Vögeln und Rehen!“ Mia krabbelte auf einen Stein, um Timmi besser zu verstehen. „Alle verstecken sich heute“, erklärte sie Timmi. „Warum das denn?“, wunderte sich der kleine Tiger. Mia seufzte. „Sie haben Angst… Du bist ein Tiger und Jäger, deshalb trauen sich die anderen Tiere nicht aus ihren Verstecken.“

Timmi war erstaunt. Daran hatte er noch gar nicht gedacht! Natürlich hatten die Tiere Angst vor ihm. Schließlich war er ein Raubtier, auch wenn er noch klein und jung war. „Aber ich möchte doch nur spielen und Freunde finden!“, erklärte er Mia. „Ich tue keinem was!“ Mia nickte. „Das glaube ich dir! Aber die anderen kennen dich nicht und wissen das nicht.“ Timmi kratzte sich nachdenklich am Kopf. Wie konnte er den Tieren zeigen, dass sie keine Angst haben mussten?

Da fiel ihm etwas ein: „Mia, könntest du den anderen Tieren vielleicht von mir erzählen, dass ich total lieb und harmlos bin?“ Die Waldmaus überlegte kurz und sagte dann: „Das könnte ich tun! Ich erzähle meinen Freunden, dass du ein freundlicher Tiger bist, der neue Spielkameraden sucht.“ Timmi strahlte über das ganze Gesicht. „Oh danke, liebe Mia!“, rief er glücklich. „Dann trauen sich hoffentlich bald mehr Tiere aus ihren Verstecken und ich bekomme neue Freunde!“

Mia versprach, sich gleich an die Arbeit zu machen und allen Tieren von dem netten kleinen Tiger Timmi zu berichten. Zum Abschied winkte Timmi der Waldmaus noch nach. Er fühlte sich sehr zuversichtlich – dank Mia würden die Waldtiere bald erkennen, dass keine Gefahr von ihm ausging.

Timmi beschloss, sich noch ein wenig im Wald umzusehen. Er spazierte über die Lichtung und sah sich interessiert um. Plötzlich bemerkte er zwischen zwei Büschen etwas Rotes schimmern. Neugierig schlich Timmi sich an und spähte durch das Gestrüpp. Tatsächlich – es flatterte ein roter Schmetterling zwischen den Blättern hin und her!

Als der Schmetterling Timmi erblickte, schwirrte er erschrocken davon. „Warte, bleib hier! Ich tu dir nichts!“, rief Timmi ihm hinterher. Doch der zierliche Schmetterling war schon über die Lichtung geflattert und zwischen den Bäumen verschwunden. „Nicht schon wieder!“, seufzte Timmi. „Hoffentlich erzählt Mia auch dem Schmetterling von mir!“

Timmi setzte sich auf einen sonnigen Fleck Gras und dachte nach. Irgendwie musste er es schaffen, dass die Tiere seine guten Absichten erkannten! Aber wie? Plötzlich fiel Timmis Blick auf die bunten Blumen neben ihm. Eine Idee keimte in seinem Kopf. Was mochten wohl Schmetterlinge und Bienen am liebsten? Süßen, duftenden Nektar aus Blüten!

Sofort machte Timmi sich daran, auf der ganzen Lichtung einen bunten Blumengarten anzulegen. Er suchte die schönsten Blumen zusammen, pflanzte sie nebeneinander und goss sie mit etwas Wasser, das er im nahen Bach schöpfte. Stolz betrachtete er sein Werk. Der Blumengarten sah wunderhübsch aus!

Schon bald schwirrte die erste Hummel herbei und labte sich am Nektar der Blüten. Auch ein marienkäferartiges Insekt kam angeflogen. Immer mehr Insekten und Schmetterlinge entdeckten den schönen Blumengarten und freuten sich über das reichhaltige Nektarangebot. Timmi beobachtete die Szenerie zufrieden. Die Tiere schienen seine Friedfertigkeit langsam zu erkennen! Jetzt hoffte der kleine Tiger nur noch, dass auch größere Waldtiere wie Eichhörnchen oder Vögel seine Einladung annehmen würden. Aber das würde sicher auch bald geschehen – dank Mia, der kleinen Waldmaus!

Am Nachmittag saß Timmi noch immer im hohen Gras des Waldes und beobachtete seinen wunderschönen Blumengarten. Mittlerweile trieb sich eine große Schar bunter Insekten zwischen den Blumen herum. Timmi freute sich, dass seine Idee so gut funktionierte. Vielleicht würden nun auch größere Tiere ihre Scheu vor ihm verlieren.

Plötzlich raschelte es zwischen den Büschen am Waldrand. Vorsichtig lugte Timmi durch das laubige Geäst. Zwei kleine Häschen hoppelten neugierig auf die Lichtung. „Schau mal Floppy, hier blühen so viele Blumen!“, piepste das braune Floppy-Häschen aufgeregt. „Da müssen bestimmt leckere Samen drin sein!“, entgegnete das graue Hoppel-Häschen.

Timmi beobachtete gespannt, wie die beiden jungen Hasen eifrig den Blumengarten erkundeten. Sie wühlten mit ihrer Nase zwischen den Blüten und fraßen genüsslich einige Samen. Dabei entdeckten sie Timmi, der still im Gras saß. Erschrocken zuckten sie zusammen. „Au weia, ein großer Tiger!“, quietschte Floppy ängstlich.

„Ich tu euch nichts, keine Angst!“, sagte Timmi mit ruhiger und freundlicher Stimme. Hoppel und Floppy schauten ihn misstrauisch an. „Wirklich?“, fragte Hoppel vorsichtig. Timmi nickte. „Ja wirklich. Ich heiße Timmi und habe den Garten extra für kleine Tiere wie euch angelegt. Ich suche nur Spielfreunde!“

Langsam wagten sich die beiden Hasen näher an Timmi heran und beschnupperten sein weiches Fell. „Du riechst aber gar nicht wie ein böser Jäger“, stellte Floppy überrascht fest. „Und du siehst auch nicht bösartig aus“, sagte Hoppel. Schon wagten sie es, ganz nahe an Timmi heranzutreten und seine Krallen zu betrachten.

„Na, wollt ihr mit mir spielen?“, fragte Timmi hoffnungsvoll. Spontan fingen die Hasen an zu hoppeln und zu springen. „Ja, spielen klingt lustig!“, piepste Floppy. „Komm, fang uns!“, rief Hoppel und er und sein Bruder setzten sich in Bewegung. Aufgeregt jagten sie durch das hohe Gras und Timmi versuchte, sie einzuholen.

Lange tobten die drei durch den Wald und hatten sichtbar Spaß. Timmi war froh, endlich die ersten Spielgefährten gefunden zu haben. Plötzlich hörte er von oben ein Rascheln im Geäst. Neugierig sah er nach oben und entdeckte ein Eichhörnchen, dass vom Ast eines Baumes beobachtete.

„Hallo!“, rief Timmi freundlich. „Willst du nicht auch mit uns spielen?“ Das Eichhörnchen namens Edi musterte Timmi kritisch. „Bist du wirklich so harmlos, wie die anderen behaupten?“, fragte es skeptisch. Timmi nickte. „Ganz sicher! Komm runter, es macht total Spaß!“ Langsam kletterte Edi den Baum hinab und gesellte sich zur spielenden Meute. Bald war auch er ganz versessen darin, den anderen hinterherzujagen und zu klettern.

Timmi freute sich, dass seine Idee mit dem Blumengarten funktionierte und er nun schon vier neue Freunde gefunden hatte. Bald war die ganze Lichtung erfüllt vom fröhlichen Gejohle, Gewieher und Gelächter der spielenden Tiere. Timmi war glücklich, endlich akzeptiert zu sein. Und er hoffte, dass bald sogar noch mehr Waldtiere auf seine Einladung eingehen würden. Dann würde es im Wald ganz sicher nie langweilig werden!

Als die Abenddämmerung hereinbrach, machten sich Floppy, Hoppel und Edi langsam auf den Heimweg. Timmi verabschiedete sich herzlich von seinen neuen Freunden. „Kommt ihr morgen wieder zum Spielen?“, fragte er hoffnungsvoll.

„Aber klar!“, rief Hoppel. „Es hat riesigen Spaß mit dir gemacht“, fügte Floppy hinzu. Auch Edi nickte begeistert. „Du bist zwar ein Tiger, aber dafür sehr nett. Immer gerne wieder!“ Timmi strahlte über das ganze Gesicht. Er war so froh, nun Spielkameraden gefunden zu haben.

Auf dem Heimweg zur Höhle seiner Eltern dachte Timmi glücklich an den erlebnisreichen Tag zurück. Am Morgen hatte er sich noch einsam gefühlt, aber nun hatte er gleich drei neue Freunde gewonnen! Und er war sich sicher, dass dies erst der Anfang war. Wenn Floppy, Hoppel und Edi den anderen Tieren von ihm erzählten, würden sicher bald noch viel mehr den Weg zu ihm finden.

Zuhause erwarteten Timmis Eltern ihn schon ungeduldig. „Na, wie war dein Ausflug in den Wald?“, fragte seine Mutter neugierig. Timmi strahlte seine Eltern an. „Es war wunderbar! Ich habe neue Freunde gefunden und wir haben den ganzen Tag gespielt.“

Seine Eltern freuten sich, dass ihr Sohn nun nicht mehr einsam war. „Das hast du sehr schlau angestellt mit deinem Blumengarten“, lobte Timmis Vater. „Alle Tiere lieben Blumen.“ Timmi nickte stolz. Morgen würde er wieder in den Wald gehen und hoffen, dass weitere Tiere keine Angst mehr vor ihm hatten. Vielleicht würden ja auch die Vögel oder ein freches Eichhörnchen vorbeikommen. Der Gedanke versetzte Timmi in große Aufregung. Er brannte vor Ungeduld, zu erfahren, welche Abenteuer der kommende Tag für ihn parat hielt!

So vergingen die Tage und Wochen, und der kleine Tiger Timmi wurde mit der Zeit zu einem beliebten Spielkameraden aller Waldtiere. Immer öfter wagten sich auch scheue Rehe, flinke Wiesel und neugierige Waschbären aus ihren Verstecken und gesellten sich auf Timmis Lichtung zum ausgelassenen Treiben.

Timmi war überglücklich, so viele neue Freunde gefunden zu haben. Und er erlebte fortan noch unzählige aufregende Abenteuer mit ihnen. Ob Versteckspiel, Fangen, Klettern oder Rennen – es herrschte immer beste Laune in Timmis Teil des Waldes. So wie es sich der kleine Tiger an jenem aufregenden Frühlingsmorgen erhofft hatte, als er zum ersten Mal den Wald auf eigene Faust erkundete.

Einfühlungsvermögen & EmpathieFreundschaft & ZusammenhaltInklusion & AkzeptanzMut & Tapferkeit

Kindergartenkinder (3-5 Jahre)
Vorschulalter (5-6 Jahre)

Gute-Nacht-Geschichten
Morgen- und Aufwachgeschichten
Nachmittagsgeschichten
Pausengeschichten

Gute-Nacht-Geschichten • Morgen- und Aufwachgeschichten
In dieser zauberhaften Geschichte begleiten wir eine kleine, neugierige Wolke auf ihrer Reise durch den Himmel. Auf ihrer Entdeckungstour lernt sie, ihre Form zu verändern, trifft verschiedene Wetterphänomene und wird Teil eines wunderschönen Regenbogens. Ein magisches Abenteuer, das die Vielfalt und Schönheit der Natu
Spassfaktor
Nervenkitzel
Kuschelwert
Altersempfehlung: 0 bis 2 Jahre
Spieldauer: 8:19 Minuten
Morgen- und Aufwachgeschichten • Nachmittagsgeschichten • Pausengeschichten
In einer Welt, wo Tiere sprechen, fühlt sich Pinguin Pippo ausgeschlossen, da er nicht schnell schwimmen kann. Eine weise Schildkröte lehrt ihn, Geschick statt Geschwindigkeit zu nutzen. Pippo entdeckt seine Einzigartigkeit und wird zum Helden, indem er Mut und Selbstvertrauen zeigt.
Spassfaktor
Nervenkitzel
Kuschelwert
Altersempfehlung: 3 bis 7 Jahre
Spieldauer: 11:50 Minuten