Spassfaktor
Nervenkitzel
Kuschelwert
Einfühlungsvermögen & Empathie, Freundschaft & Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft & Teamarbeit, Inklusion & Akzeptanz, Respekt & Achtung

Die fröhliche Verwandlung

Beschreibung
Geschichte
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In einem lebendigen Dorf erleben zwei Kinder und ihr Kater ein Abenteuer, das sie lehrt, anderen eine Chance zu geben. Ihr Spiel mit einer grimmigen Nachbarin wandelt sich zu Freude und Verständnis, beweisend, dass jeder freundlich sein kann, wenn er die Gelegenheit bekommt.

Es war ein herrlicher Frühlingsmorgen in Grüntal. Die Vögel zwitscherten, und die Sonne schien warm auf den Dorfplatz, der von den Kindern immer Sonnenplatz genannt wurde. Die Blumen blühten in den buntesten Farben, und die Bäume wiegten ihre frisch grünen Blätter im sanften Wind.

Tim und Lilly, zwei unzertrennliche Freunde, verbrachten fast jeden Tag zusammen. Sie genossen ihre Freizeit und gingen gerne auf Entdeckungstouren in ihrer Nachbarschaft. Heute beschlossen sie, den Tag auf dem Dorfplatz zu verbringen, um ihr Lieblingsspiel „Verstecken“ zu spielen. Mit dabei war Plumpsi, der schwarze Kater, der immer in der Nähe war, wenn Tim und Lilly ihre Abenteuer erlebten.

„Plumpsi, heute darfst du der Sucher sein!“, rief Lilly und streichelte den Kater liebevoll.

„Das ist eine tolle Idee!“, stimmte Tim zu. „Aber wir müssen uns gut verstecken, denn Plumpsi ist der beste Sucher von allen!“

Die beiden Kinder begannen, sich in den Ecken und Winkeln des Dorfplatzes zu verstecken, während Plumpsi geduldig wartete. Nachdem Tim und Lilly sich gut versteckt hatten, lief Plumpsi los, um sie zu suchen.

Während Tim und Lilly hinter einem großen Busch versteckt waren, bemerkten sie, dass Gundula, eine ältere Frau aus der Nachbarschaft, über den Dorfplatz ging. Gundula war bekannt für ihre schlechte Laune und hatte oft Streit mit den Kindern. Sie war nicht gerade freundlich und hatte stets ein mürrisches Gesicht.

„Psst, Tim, schau mal, da ist Gundula!“, flüsterte Lilly.

„Ja, ich sehe sie“, flüsterte Tim zurück. „Hoffentlich findet sie uns nicht, sonst gibt es Ärger.“

Die beiden beobachteten Gundula, wie sie sich auf einer Parkbank niederließ und sich ein Buch aus ihrer Tasche zog. Sie schien so vertieft in ihre Lektüre, dass sie die beiden Kinder nicht bemerkte.

Plumpsi, der immer noch auf der Suche nach Tim und Lilly war, bemerkte jedoch Gundula und schnupperte neugierig an ihren Füßen. Gundula bemerkte den Kater und zuckte erschrocken zusammen.

„Was soll das denn? Verschwinde, du freches Biest!“, schimpfte sie und versuchte, Plumpsi mit ihrem Fuß wegzustoßen.

„Hey, ihr zwei da!“, rief Gundula und zeigte erbost mit ihrem Finger auf Lilly und Tim. „Ich hab‘ genug von euch Kindern. Ihr seid immer so laut und macht nur Ärger! Holt mir dieses schwarze Viech hier weg!“

Lilly und Tim waren entsetzt und erschrocken.

Lilly sprang aus ihrem Versteck und lief zu Gundula und Plumpsi. „Hey, bitte sei nicht so gemein zu Plumpsi!“, sagte sie energisch. „Er hat dir doch nichts getan.“

Auch Tim kam aus seinem Versteck und trat neben Lilly. „Ja, das stimmt. Plumpsi ist ein lieber Kater und hat niemandem etwas zuleide getan.“

„Wieso zeigst du eigentlich mit dem Finger auf uns? Wir können doch nichts dafür, das Plumpsi mit dir Schmusen wollte.“, fragte Tim plötzlich.

Dann erzählte Lilly eine alte Weisheit, die sie von ihrer Großmutter gelernt hatte: „Wenn du mit dem Finger auf andere zeigst, zeigen drei Finger auf dich zurück.“

„Was soll das denn heißen?“, fragte Gundula empört.

Tim erklärte: „Es bedeutet, dass wir, bevor wir andere beschuldigen, darüber nachdenken sollten, was wir selbst getan haben könnten. Vielleicht haben wir einen Fehler gemacht oder sind selbst verantwortlich für das, was passiert ist.“

Gundula, die sich ertappt fühlte, warf das Buch auf die Bank und funkelte die beiden Kinder wütend an. „Was geht euch das an? Ihr solltet lieber aufpassen, dass ihr nicht ständig im Weg herumlungert und Unfug treibt!“

Lilly und Tim sahen sich an und beschlossen, ruhig zu bleiben. Sie wussten, dass es keinen Sinn hatte, mit Gundula zu streiten, aber sie wollten auch für Plumpsi eintreten.

„Wir spielen nur, Gundula“, erklärte Lilly freundlich. „Wir tun niemandem etwas. Und Plumpsi wollte bestimmt auch nur spielen oder mit dir Schmusen.“

Gundula schnaubte und warf einen finsteren Blick auf Plumpsi, der sich ängstlich hinter Lilly versteckt hatte. „Na schön“, knurrte sie. „Aber ihr passt gefälligst auf, dass ihr mich und mein Buch in Ruhe lasst!“

Mit diesen Worten nahm Gundula ihr Buch wieder zur Hand und vertiefte sich erneut darin. Tim und Lilly atmeten erleichtert auf, froh, dass die Situation nicht weiter eskaliert war.

„Komm, Plumpsi, lass uns weiterspielen!“, sagte Tim und klopfte dem Kater aufmunternd auf den Rücken.

Die drei Freunde kehrten zu ihrem Versteckspiel zurück, wobei sie darauf achteten, sich von Gundula fernzuhalten. Während sie spielten, bemerkten sie, dass immer mehr Kinder den Dorfplatz betraten. Es schien, als hätte sich die Nachricht von Tims und Lillys Spiel herumgesprochen, und nun wollten auch die anderen Kinder mitmachen.

Bald war der gesamte Dorfplatz von lachenden und spielenden Kindern bevölkert, die sich gegenseitig versteckten und suchten. Die fröhliche Atmosphäre war ansteckend, und sogar einige der Erwachsenen, die am Dorfplatz vorbeikamen, konnten sich ein Lächeln nicht verkneifen und spielten mit.

Gundula, die immer noch auf ihrer Parkbank saß und las, bemerkte die fröhliche Stimmung und schien langsam weicher zu werden. Immer wieder hob sie den Blick von ihrem Buch und schaute den spielenden Kindern zu.

Lilly, die Gundulas veränderte Miene bemerkte, flüsterte Tim zu: „Schau mal, Gundula sieht gar nicht mehr so grimmig aus. Vielleicht sollten wir sie fragen, ob sie mitspielen möchte?“

Tim nickte zustimmend. „Ja, das ist eine gute Idee. Vielleicht hat sie ja auch Spaß daran.“

Die beiden Freunde gingen gemeinsam zu Gundula und fragten sie schüchtern: „Ähm, Gundula, hättest du vielleicht Lust, mit uns Verstecken zu spielen?“

Gundula sah überrascht auf und starrte die beiden Kinder an. Dann schüttelte sie langsam den Kopf. „Ihr meint das ernst, oder?“

Tim und Lilly nickten eifrig. „Ja, natürlich! Es macht wirklich Spaß, und wir denken, dass du es auch mögen könntest.“

Gundula seufzte, legte ihr Buch beiseite und stand auf. „Na gut, aber nur ein einziges Mal. Ich bin schon lange nicht mehr Verstecken spielen gegangen.“

Die Kinder jubelten, und auch Plumpsi schnurrte zufrieden. Gemeinsam mit Gundula kehrten sie zum Spiel zurück und erklärten ihr die Regeln. Gundula schien anfangs etwas unbeholfen, aber schon bald fand sie Gefallen am Spiel und versteckte sich geschickt hinter Bäumen und Bänken.

Die anderen Kinder, die zunächst skeptisch Gundulas Teilnahme beobachtet hatten, merkten bald, dass sie gar nicht so schlimm war, wie sie immer gedacht hatten. Sie begannen, mit ihr zu lachen und sich gegenseitig zu necken, während sie sich versteckten und suchten.

Als die Sonne langsam unterging und der Dorfplatz in warmes Abendlicht getaucht wurde, kamen Tim, Lilly und die anderen Kinder erschöpft aber glücklich zum Stehen. Auch Gundula wirkte zufrieden, und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht.

„Das war wirklich schön“, gestand sie. „Ich habe schon lange nicht mehr so viel Spaß gehabt. Danke, dass ihr mich eingeladen habt.“

Lilly lächelte. „Wir haben uns gefreut, dass du mitgespielt hast, Gundula. Vielleicht können wir das ja mal wiederholen?“

Gundula nickte nachdenklich. „Ja, vielleicht. Mal sehen.“

Die Kinder verabschiedeten sich voneinander und machten sich auf den Heimweg. Tim, Lilly und Plumpsi gingen zusammen, während sie sich über das ereignisreiche Spiel unterhielten.

„Das war ein toller Tag, nicht wahr?“, sagte Tim.

Lilly nickte begeistert. „Ja, das war es. Und ich glaube, wir haben heute auch etwas Wichtiges gelernt.“

„Was denn?“, fragte Tim neugierig.

„Dass man manchmal einfach nur eine Chance geben muss, um zu sehen, dass Menschen gar nicht so übel sind, wie sie scheinen“, erklärte Lilly. „Gundula hat heute gezeigt, dass auch sie Spaß haben kann und freundlich sein kann, wenn man sie lässt.“

Tim stimmte zu. „Das stimmt. Wir sollten uns daran erinnern, dass jeder Mensch eine Chance verdient hat.“

Mit diesen Gedanken im Kopf und einem Lächeln auf den Lippen gingen Tim und Lilly mit Plumpsi nach Hause, bereit für die nächsten Abenteuer, die das Leben in der kleinen Stadt Grüntal für sie bereithielt.

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